Konzert zu Allerheiligen im November 2011

von Christiane Voigt in den "Badischen Neuesten Nachrichten"

Einschmeichelnde Töne

Das Zupfensemble ’81 Karlsruhe-Durlach lud zum Jubiläum

Sein 30-jähriges Bestehen feierte das „Zupfensemble ’81 Karlsruhe-Durlach“ unter der energischen Leitung von Roland Ganz (Gitarre) in seinem Allerheiligen-Konzert in der gut besuchten Emmauskirche.

Es begann mit einem straffen „Präludium“ des böhmischen Barockmeisters Johann Kaspar Ferdinand Fischer, Kapellmeister des Markgrafen von Baden, um die Stimmen der anschließenden „Fuge“ klar auszuführen. Die für Zupfensemble bearbeitete „Wiener Sonatine Nr. 6 in C-Dur KV 439b“ von Wolfgang Amadeus Mozart gelang in Zeitmaß, Rhythmus und Dynamik stilgerecht. „Drei Stücke“
(„In der Kirche“, „Morgengebet“ und „Süße Träumerei“) von Peter I. Tschaikowski waren ihrem Charakter entsprechend fein gezupft. Zu einem Leckerbissen gereichte „Spaß an Vivaldi“ von Wolfgang Gast mit Zitaten aus dessen „Vier Jahreszeiten“ für vier Gitarren (Roland Ganz, Christine Czech, Sebastian Heilmann und Frank Schaber). Zu Gast war die Violinistin Veronica Veliz, die mit dem Ensemble einen „Csárdás“ von Vittorio Monti blutvoll musizierte. Einschmeichelnde Tongebung ließ sie einer „Romanesca“ von Roland Ganz zukommen, und in dessen „Serenata“ war von ihr und Frank Schaber (Mandoline) sowie dem Ensemble die weiche Stimmung schön eingefangen.

Zu Roland Ganz’ Beiträgen zählte auch „Dance concertante“ mit Prélude, Marche, Valse und Tarantelle; in dieser Tanzsuite zeigte sich besonders die hohe Präzision und Gestaltungsfreude des Zupfensembles. Für ein „Altspanisches Lied“ und ein „Katalanisches Volkslied“ hatte die Melodieführung Verena Prielhofer auf der Soparanblockflöte übernommen, bestens integriert in die Ensemble-Begleitung. Zum Schluss taten sich alle Ausführenden für ein besinnliches „Piccolina“ von Roland Ganz zusammen.

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Zupfmusik am Feiertag (November 2010)

von Christiane Voigt

Ein Konzert zu Allerheiligen gab das Zupfensemble ’81 Karlsruhe-Durlach unter seinem rührigen Leiter Roland Ganz (Gitarre) in der Waldstadtkirche Emmaus. Das teils dem Feiertag angepasste Programm begann mit einer „Ouvertüre F-Dur“ von Telemann, in der dynamische Kontraste auch den schnellen Teilen zugute kamen, gefolgt vom „Ständchen“ aus dem „Schwanengesang“ von Schubert. Die „Sonata a-Moll“ des Barock-Komponisten Charles Rosier besteht aus drei Sätzen, deren jeweilige Charaktere bei den Ausführenden viel Beachtung fanden.Roland Ganz’ mehrteilige „Greensleeves-Fantasie“ zeichnete sich durch teils aparte Harmonisierung aus, frisch musiziert war „Souvenirs d’Armor“ des Mandola-Spielers Frank Schaber und eine „Ukrainische Romanze“ mit präzisen Temposteigerungen machte sich klanglich besonders hübsch aus. Tiefer Ernst sprach aus der Bearbeitung für vier Gitarren des „Chorals“ aus Bachs Kantate 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“.

Mit der ausgezeichneten Flötistin Berthild auf dem Kampe ließ Roland Ganz das arrangierte „Winter-Largo“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ zu einem Leckerbissen werden und bot mit ihr in feinem Zusammenspiel „Vieni sul Mar“ sowie das „Neapolitanische Lied“ aus Tschaikowskys „Schwanensee“. Mit einer ganz dem romantischen Stil verhafteten „Canzonetta“ für Flöte und Zupfensemble von Roland Ganz, in der dynamische Steigerungen erfreuten, endete das Programm. Freudigem Beifall folgte eine herzerfrischende Zugabe.

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Museums-Konzert am 07.März 2010

Heiter und melancholisch

Das Zupfensemble ’81 Karlsruhe-Durlach lud zur Matinee

von Christiane Voigt in den "Badischen Neuesten Nachrichten"

Mit einer straff musizierten Kirchensonate aus jüngerer Zeit eröffnete das Zupf-ensemble ’81 Karlsruhe-Durlach seine Matinee im Pfinzgaumuseum der Durlacher Karlsburg. In der Bearbeitung der barocken Sonata a-moll von Carl Rosier waren die polyphon gesetzen Stimmen dabei klar nachgezeichnet. Frisch und munter zupfte im Anschluss der Leiter des Ensembles, Roland Ganz, gemeinsam mit Sebastian Heilmann eine „Toccata For A Wild Old Lady“, komponiert von Peter Horton. Danach folgten ausdrucksvoll Variationen über ein volkstümliches Thema - Aura Lee - für zwei Gitarren. Außerdem gab das Duo bei der Matinee zwei weitere Stücke zum Besten, von denen Siegfried Behrends „Stierkampfmusik“ rasant gespielt daher kam. Da deutlich Kontraste geschaffen wurden, wirkten die „Drei Sätze“ op. 24 für Zupfensemble von Kurt Schwaen recht originell. Aus der Feder des mitwirkenden Mandola-Spielers Frank Schaber stammt das Stück „Souvenir d’ Armor“. Diesem ließ das Zupfensemble die nötige Heiterkeit zukommen. Und auch in einer „Ukrainischen Romanze“ war dem teils melancholischen Charakter recht fein entsprochen. Zum weiteren Programm zählten einige Werke für Zupfensemble von Roland Ganz selbst. Darunter eine ideenreiche, mehrteilige „Greensleeves-Fantasie“ in der die Spielerinnen und Spieler den guten Eindruck von Disziplin und Präzision nur erhärten konnten. Die Eckteile seines „Marcia brillante“ erfuhren absolut fröhliche Gestaltung. In dem mit einer munteren „Tarantella“ endenden „Danse concertante“ fanden Rhythmik und Dynamik merklich hohe Beachtung. Außerdem erfreute sich ein besonders einfallsreicher „Valse grotesque“ bunter Farbigkeit. Das schmissig gezupfte „I´ts time to swing“ bildete den Abschluss - sehr zur Freude der Zuhörer. Als Zugabe folgte das „Prélude“ von Charpentier.

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Musikalische Impressionen am 22.Februar 2009

von Lilo Köhler in „Der Waldläufer“

Sie haben schon lange ihren besonders guten Ruf in der Emmauskirche, die Konzerte des Zupfensembles ‚81 Karlsruhe-Durlach. Das zeigt sich an diesem Sonntagnachmittag auch daran, dass trotz des wenig einladenden kalten und regnerischen Februarwetters viele Hörer gekommen sind. In der Emmauskirche zieht schon mit den ersten „Trois Dances Francaises“ etwas von der Frische und Wärme eines Sommertages ein. Gleich danach hören wir eine „Pavane“, einen langsamen Schreittanz des bedeutenden Musikverlegers seiner Zeit, Pierre Attaignant, aus dem 16. Jahrhundert. Das Ensemble versteht es ausgezeichnet, den gespielten Stücken Spannung und Dynamik zu geben durch wechselnde Crescendi und Decrescendi. Mehrere Stücke hat Roland Ganz, der Leiter des Ensembles, bearbeitet, eines Frank Schaber.

Von Roland Ganz gibt es drei Kompositionen im Programm. Ein „Quartettino“ für Mandola und drei Gitarren, wieder sehr spannungsreich, eine „Sonata“ in drei Sätzen für zwei Mandolinen und Gitarre. Sie bietet den Musizierenden alle Möglichkeiten, ihr Können einzusetzen und in „Bilder“, ein ebenfalls 3-sätziges Stück, bei dem auch Roland Ganz von der Gitarre zur Mandoline wechselt. Man spürt den Kompositionen an, wie sehr der Komponist mit dieser speziellen Musik, die eine lange Tradition hat, verbunden ist. Beim Publikum kommt sie wie schon bei früheren Aufführungen, sehr gut an und wird mit viel Beifall belohnt. Gespannt sind alle natürlich auf die Komposition von Frank Schaber „Souvenir de Ferpècle“ für drei Mandolinen. Ein Stück, das die ganze Freude eines geglückten Ferientages vermittelt und mit viel Beifall bedacht wird.

Ein „Cantabile“ von Niccolo Paganini für Mandoline und Gitarre spielen Frank Schaber und Roland Ganz mit Glanz und Bravur und entsprechender Reaktion der Hörerschaft. Auch Brigitte Essig und Jürgen Theurer (Mandoline) haben im Programm Gelegenheit, ihr Können zu beweisen, ebenso Christine Czech und Helmut Liersch, beide auf der Gitarre.

Eine „Sonatina“ von Gottfried Reiche, bearbeitet von Frank Schaber, die choralartige Elemente enthält und erstmals aufgeführt wird, gelingt nicht auf Anhieb. Sie wird am Schluss des Konzertes neben einer Zugabe wiederholt. Die Professionalität des Laienensembles wird davon in keiner Weise beeinträchtigt. Für das Händeljahr steht ein sehr anmutiges „Grazioso“ des berühmten Komponisten für zwei Mandolinen und zwei Gitarren im Programm und zum Ausklang des Konzertes eine „Passacaille“ für Zupfensemble, mit der das Ensemble noch einmal Gelegenheit hat, seinen raumfüllenden Orchesterklang auszuspielen und seine Kunst zu beweisen.

Den Musikern ist anzumerken, wie gerne sie von der für ihre Instrumente günstigen guten Akustik des Kirchenraumes Gebrauch machen. Neben der Dynamik, die dieses Ensemble auszeichnet, sind es auch häufig wechselnde Tempi und wechselnde Besetzungen, die Spannung und Lebendigkeit vermitteln. Roland Ganz hat sich aus Laien ein Ensemble geschaffen, das professionell musiziert und dem man noch viele gelungene Auftritte voraussagen und wünschen kann.


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Museums-Konzert im November 2008

von Christiane Voigt in den "Badischen Neuesten Nachrichten"

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